Die heute dominierenden Wahrnehmungen und Bilder der deutsch-deutschen
Einheit sind von den erheblichen wirtschaftlichen, sozialen, politischen
und Image-Problemen Ostdeutschlands gekennzeichnet. Da ist viel von
Zurückbleiben, Brache, Randgebiet, Investitionsruinen oder
Transfergesellschaft und undankbarer Abzockermentalität die Rede.
Demgegenüber werden in der massenmedialen Öffentlichkeit die
erfolgreichen wirtschaftlichen und sozialen Entwicklungen, die
Umbrucherfahrungen, Veränderungsbereitschaften und Innovationen im Osten
unseres Landes kleingeredet, "übersehen" oder gänzlich verdrängt. Auf
diese Weise werden anhaltend Chancen verbaut, die Probleme des
Vereinigungsprozesses zukunftsorientiert anzupacken und mögliche
Potenziale im Osten in den Blick zu nehmen. Im Forschungsvorhaben werden
synoptisch angelegte Analysen der gegenwärtig dominierenden Diskurse
der Wahrnehmung und Bewertung der deutschen Einheit im Inland
(Deutschland als Ganzes) und im Ausland durchgeführt und zu "Bildern"
zur deutschen Einheit verdichtet, die online gestellt werden und damit
die Möglichkeit der Kommentierung und Diskussion eröffnen. Es folgen
analytisch fundierte Zusammenstellungen von wichtigen Themen zur
deutschen Einheit und zum Aufbau Ost. Drittens erarbeitet das Projekt
geeignete öffentlichkeitswirksame Formate für die
öffentlichkeitswirksame Diskussion der Themen.
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