06.09.08
„Im Osten was Neues?“
Ist der Osten der deutschen Vereinigungsgesellschaft
ein Generator gesellschaftlicher und politischer Innovationen?Ein Gespräch zwischen Prof. Dr. Gesine Schwan und Prof. Dr. Raj Kollmorgen.
Das Eingangsstatement von Gesine Schwan und die Replik von Raj Kollmorgen werden rückblickend den Wandel der ostdeutschen Vereinigungsgesellschaft seit dem Ende der DDR bilanzieren und die heute vorhandenen Gestaltungsmöglichkeiten bewerten. Es geht dabei um neue Perspektiven auf das "Experimentierfeld Ostdeutschland", das in der Bundesrepublik Deutschland bei vielen Problemen, aber auch im Ausprobieren sozialer Lösungsansätze voranschreitet. Wo liegen zentrale Problemfelder? Wie unterscheidet sich Ostdeutschland von anderen ehemals sozialistischen Ländern in Mittel- und Osteuropa? Welche Zukünfte zeichnen sich ab, welche Alternativen sind denkbar? In welchen Problembereichen, aber auch mit welchen innovativen Ideen und Projekten erweist sich der Osten fortgeschritten? Was und wer bremst Wandel und Experimente? Welche „avantgardistischen“ Akteure lassen sich identifizieren?
Frau Schwan wird diese Fragen vor dem Hintergrund ihrer langjährigen Erfahrung als Hochschulpräsidentin einer Zweiländeruniversität und Koordinatorin der deutsch-polnischen Beziehungen der Bundesregierung beantworten. Herr Kollmorgen wird aus der Perspektive eines in der DDR aufgewachsenen und seit Jahren in der Ostdeutschland- und Vereinigungsforschung engagierten Sozialwissenschaftlers seine Befunde und Bewertungen in das Gespräch einbringen.
Prof. Dr. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin, war von 1999-2008 Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder und ist seit 2004 Koordinatorin der Bundesregierung für die deutsch-polnischen Beziehungen.
Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Soziologe, lehrt und forscht an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und ist Mitglied im „Netzwerk Ostdeutschlandforschung“.
Dienstag, den 7. Oktober 2008 um 18.30 Uhr
Oxymoron, Rosenthaler Str. 40/41, in den Hackeschen Höfen, 10178 Berlin
Bitte melden Sie sich bis zum 2. Oktober 2008
per E-Mail oder Fax (030-314 269 17) an.
Wir freuen uns, Sie an diesem Abend begrüßen zu dürfen.