Vor dem Hintergrund des Bevölkerungsrückgangs in Ostdeutschland stellt sich die Frage, wie die Abwärtsspirale aus Abwanderung, Qualifikationsverlust und Beschäftigungsabbau durchbrochen werden kann. Deutsche und europäische Erfahrungen zeigen, dass Hochschulen Katalysatoren regionaler Entwicklung sein können, die dieser Entwicklung entgegenwirken.
Hierfür müssen allerdings die Menschen mit ihren an der Hochschule erworbenen Qualifikationen in der Region gehalten werden und der Wissenstransfer in die Region zur Stärkung der ökonomischen Basis sichergestellt werden. Wirtschafts- und Familienpolitik sind dabei gleichermaßen bedeutend und beeinflussen sich gegenseitig. So kann Familiengründung als Haltefaktor wirken und die Bereitschaft zu wirtschaftlicher und Gründungs-Aktivität steigern.
Ziel des Projekts ist es, die vielfältigen potenziellen Wirkungen von Hochschulen im Hinblick auf Familienförderung, Zuzugsförderung, regionale wirtschaftliche Entwicklung und soziale Vernetzung zu untersuchen und Empfehlungen zur Verbesserung dieser Wirkungen zu erarbeiten. Hierfür wird der Stand der Forschung systematisch erhoben und zusammengeführt. Ergänzt wird diese Untersuchung durch eine Analyse der lokalspezifischen Erfahrungen an den Modellstandorten Magdeburg und Greifswald. Die europäische Perspektive wird durch Vergleiche mit irischen und finnischen Universitäten eingebracht.
Darauf aufbauend werden in zwei Pilotvorhaben an den Hochschulstandorten Magdeburg und Greifswald erste Einzelmaßnahmen implementiert.
Projekt-Homepage:
www.familienfreundliche-hochschule.de