02.07.09
Bürgermeister Wolfgang Koenen
Bürgermeister Wolfgang Koenen (Foto: Sören Marotz/nexus)
Fachtagung „Region schafft Zukunft“ in Berlin - nexus stellt Projekte vor
Die vom nexus Institut in Artern organisierte Kurz-Planungszelle war nach Einschätzung von Bürgermeister Wolfgang Koenen ein richtiger Erfolg. „Nicht nur die Bereitschaft der Arterner Bürgerinnen und Bürger zur Mitarbeit hat mich überrascht, sondern auch die erzielten Ergebnisse, die nun bei der Planung des Boulevards einfließen“, sagte Koenen am Rande der Fachtagung des Modellvorhabens „Region schafft Zukunft“ in Berlin.
Der demografische Wandel trifft die neuen Länder besonders stark. In ländlichen Regionen wird die demografische Entwicklung durch Abwanderung von jungen, gut ausgebildeten Menschen noch beschleunigt. Um der Verunsicherung der Menschen entgegenzuwirken, hat das Ministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung 2007 das Modellvorhaben „Region schafft Zukunft“ in den Regionen Südharz-Kyffhäuser und Stettiner Haff gestartet.
„Bund und Länder müssen sich stärker in der Demografiepolitik abstimmen“, forderte der zuständige Minister Wolfgang Tiefensee (SPD). Das Team des nexus Instituts war mit zwei Modellprojekten beim Modellvorhaben „Region schafft Zukunft“ eingebunden. So untersuchten die Wissenschaftler die lokalen Rahmenbedingungen in Artern und Torgelow. In einem Salon berieten Experten, wie die Generation der „Jungen Alten“ besser in lokale Aktivitäten einbezogen werden kann.
Projekte
nexus-Mitarbeiterin Christine von Blanckenburg erläutert die Projekte „Junge Alte“ und „Kurzplanungszellen “ einer interessierten Besucherin
(Foto: Holger Jansen/nexus).
In einem zweiten Projekt organisierte und moderierte nexus die Mini-Planungszellen in Artern. Zwei Tage diskutieren 30 ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer über neue Möglichkeiten für eine attraktive Gestaltung des Ortes. „Das Ergebnis beweist, dass es lohnenswert ist, Bürgerinnen und Bürger viel stärker als bisher an der Gestaltung ihres Heimatortes zu beteiligen“, stellt Wolfgang Koenen fest. Den damit verbundenen Aufwand könne die kommunale Verwaltung aber nur teilweise bewältigen. „Der Bund sollte nun Anschlussförderungen zur Umsetzung der Projekte auf den Weg bringen. Erst dann machen die zwei Jahre Arbeit aller Beteiligten Sinn“, betont Koenen.
Das Modellvorhaben endet in den ostdeutschen Regionen im September 2009. Die westdeutschen Regionen Werra-Meißner-Kreis und der Kreis Nordfriesland profitieren von den Erkenntnissen, die im Stettiner Haff und in Südharz-Kyffhäuser gesammelt wurden. Die Projekte im Westen dauern bis Ende 2010. Die Umsetzung der demografischen Handlungskonzepte in den vier Modellregionen fördert der Bund mit insgesamt 5,7 Millionen Euro.

Linktipps:
Projekt „Junge Alte“
Projekt „Kurzplanungszellen “
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung
Region schafft Zukunft